Wald, Wolf, Wildnis, 1988-2003

Acryl, Aluminium, Bitumen, Glas, Klang, Kunststoff, Holz, konservierte und präparierte Naturblätter

237 x 151 x 41 cm


Das Werk wirft die Frage auf, warum in der Moderne die formalen Fragen der Ästhetik dermaßen dominant sind, dass darüber andere Fragen – die für unser Menschsein mindestens ebenso wichtig sind – an Bedeutung eingebüßt haben. In der tradierten Malerei des Tafelbildes findet man Landschaftsdarstellungen. Aber Landschaft ist ja keineswegs Natur. Oder man findet Tierdarstellungen, aber dabei handelt es sich zumeist um die ostentative Zurschaustellung von Besitz (Reitpferden, Jagdhunden etc.).

Formalismus, vom Menschen durchgestaltete Landschaft und Besitz – und wie ist es um die Darstellung von Naturkräften bestellt? Sie erscheint allemal in Gestalt von rationalisierten Darstellungsverfahren und wird dadurch selbst zu einem Stück Technik (ars als techné). Über die Darbietung von Organisationsprinzipien hinaus scheint nichts weiter bedeutsam zu sein. Was aber fehlt, ist ein echter lebendiger Inhalt. Woran es uns mangelt: Uns fehlt eine echte Erfahrung im Umgang mit den Lebewesen der Wildnis.

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