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27.11.2021

SAVE THE DATE: Eine große Passion – Galerie Michael Schlieper

Ausstellungsprojekt im Karl Ernst Osthaus-Museum in Hagen vom 27. November 2021 bis 23. Januar 2022.

Die Galerie von Michael Schlieper war eine Institution in Hagen. In den 31 Jahren der Galerietätigkeit wurden mehr als 300 Ausstellungen mit Werken renommierter und junger Künstler realisiert. Ende August 1973 ging es los in der Elfriedenhöhe Nr. 6 als Hagener Kunstkabinett. Michael Schlieper und seine Geschäftspartnerin, Gerda Busch, widmeten ihre erste Ausstellung einem der bedeutenden Künstler seiner Zeit: Karl Fred Dahmen, dessen Graphik sowie seine Objektkästen sich nahezu in jeder Sammlung von Museen für moderne Kunst in Deutschland befinden. Durch diesen gelungenen Auftakt gelang es dem unrastigen Galeristen, weitere Künstlerinnen und Künstler von Rang nach Hagen zu locken. Und kein geringerer als A.R. Penck, dessen Graphiken und Arbeiten auf Papier die Galerie als letzte Schau in der Elfriedenhöhe 1992 präsentierte, kam zu seiner Eröffnung und spielte mit seinem Trio Free Jazz.

Michael Schlieper und Gerda Busch leiteten ihre schöne Galerie 19 Jahre lang. Nach dem Ausscheiden seiner Geschäftspartnerin zog es Michael Schlieper 1992 in das ehemalige Atelier des Glaskünstlers Paul Gerhardt in die Böhmerstraße 18, da mittlerweile das Haus in der Elfriedenhöhe verkauft wurde. Und wieder eröffnete ein großer Künstler die Galerieräume: der Hagener Emil Schumacher mit Gouachen und Grafik. Ihm folgten so bekannte Zeitgenossen wie Igor Sacharow-Ross, dessen herausragende Ausstellung den enigmatischen Titel: Vormorgendliche Sphäre der Nacht II trug.

Michael Schlieper hat es immer wieder verstanden, mit bedeutenden Künstlern ins Gespräch zu kommen und diese in seine Galerieräume gebeten. Dies bezog sich nicht nur auf bildende Künstler, sondern auch auf Musiker. Der Jazz-Fan Schlieper, der vor seiner Galerietätigkeit Jazzclubs in Hagen und in Friedberg gründete, ließ es sich nicht nehmen, Konzerte mit international bedeutenden Musikern wie Alan Silva, Heinz Sauer, Charlie Mariano, Walter Kowald, John Tchicai und Vitold Rek zu veranstalten.

Michael Schlieper verstand es ebenfalls, Soloausstellungen von Künstlern mit Gruppen- und Themenausstellungen alternieren zu lassen. Zu den bekanntesten Präsentationen gehörte die Schau: Torso, die bundesweite Aufmerksamkeit erhielt. Sie war die erste Ausstellung (22. März 1996) in den neuen Galerieräumen gegenüber dem Osthaus Museum Hagen, in der Hochstraße 74/76. Eine spannende Galerieinszenierung wurde unter dem Titel: Der weiße Fleck bleibt weiß realisiert. 14 Künstler der Galerie gaben nicht nur Statements zu diesem kunstphilosophischen Thema ab, sondern inszenierten sich auch mit ihren Werken. Und schließlich die (um zwei Jahre vorgezogene) Jubiläumsausstellung der Galerie: die andere Seite im Jahr 2001, eine Schau mit beeindruckenden Wand- und raumgreifenden Installationen, Skulpturen, Bilderreihen Fotografien und Zeichnungen. Diese Ausstellung fand – auf der anderen Seite -, also im Osthaus Museum statt, für eine Galerie ein Ritterschlag!

So ist es uns ein wichtiges Anliegen, an die bedeutenden Ereignisse der Galerietätigkeit von Michael Schlieper mit einer Hommage an ihn im Jahr 2021 zu erinnern, also 20 Jahre nach der Jubliäumsausstellung der Galerie.

Michael Schlieper hat die Kunst- und Kulturszene in Hagen mitgeprägt: als Galerist, als Initiator von Jazzkonzerten und als Fotograf. Nach der Schließung seiner Galerie im Jahr 2004 war Michael Schlieper, der leidenschaftliche Fotograf, ausschließlich als Künstler tätig. Eine Einzelausstellung im Osthaus Museum Hagen fand 2014 unter dem Titel Menschbilder statt. Michael Schliepers große Begabung war es, Menschen für Aktionen zu begeistern. Sein waches Auge sah Dinge, die anderen entgingen: im Leben, in der Kunst, in seiner Fotografie.

Igor Sacharow-Ross, Rufe Tage auf……….., 1994, Präparierte und konservierte Naturblätter, Acryl, Öl und Stahl auf Holz, 300 x 130 x 22 cm


27.08.2021

Joseph Beuys und die Schamanen Ausstellung im Museum Schloss Moyland wurde verlängert:

  • Die ethnologischen Objekte der Ausstellung im Dialog mit Joseph Beuys werden bis zum 19. September 2021 gezeigt.
  • Der Ausstellungsteil der zeitgenössischen Künstler wurde bis zum 28. Februar 2022 verlängert.


28.04.2021

Igor Sacharow-Ross, Kam und musste gehen, wieder fortgebannt, 2021, Partial Views: Spatial collage

Am 2. Mai hätte im Museum Schloss Moyland die Ausstellung “Joseph Beuys und die Schamanen” eröffnet werden sollen, an der ich beteiligt bin. Ich hätte gerne Sie/Euch dort getroffen und meine Raumcollage vor Ort “eingeweiht“, doch leider wurde die Eröffnung aufgrund der aktuellen Bestimmungen abgesagt. Dies ist für das Museum und alle Künstler natürlich eine herbe Enttäuschung, doch hoffen wir, dass die Öffnung der Museen nicht allzu lang auf sich warten lässt.


Hier können Sie am kommenden Sonntag, 2.5.2021 um 14 Uhr die Ausstellungseröffnung (Übertragung der Reden) mitverfolgen:

Mehr Informationen auf der Seite von Schloss Moyland

Mehr Informationen auf der Seite vom WDR


27.01.2021

SAVE THE DATE: Joseph Beuys und die Schamanen

Ausstellung im Museum Schloss Moyland vom 2. Mai bis 29. August 2021

Die Kindheitserfahrungen von Igor Sacharow-Ross in Chabarowsk/Ostsibirien, dem Verbannungsort der Eltern, ziehen sich als Grundton durch das Schaffen des heute in Köln ansässigen Künstlers: Naturbeobachtung in der sibirischen Tundra, Begegnungen mit Schamanen und ihren Ritualen in einer heute verschwundenen Welt. In seinen Arbeiten verfolgt er, ähnlich wie Beuys, einen interdisziplinären Ansatz an der Schnittstelle von ästhetischem und alltäglichem Denken und Handeln. Für die Moyländer Ausstellung hat Igor Sacharow-Ross die Raum-Collage “Kam und musste gehen, wieder fortgebannt“ konzipiert, deren Grundgedanke auf dem Ideenkreis von Geburt, Tod und Wiedergeburt basiert. Dabei macht er von der besonderen Wirkung sowie von den optischen und klanglichen Qualitäten des Materials Graphit Gebrauch, das als Carbon auch wichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers ist; mit ihm evoziert er eine Atmosphäre, die spirituelle Kräfte spürbar macht.

Igor Sacharow-Ross, Siberian scheme I, 1989-2001, Mischtechnik auf Filterpapier, 85 x 165 cm

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