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16.09.2019

Igor Sacharow-Ross Homo duplex, 2003-2006
acrylic, synthetic material, tempera on graphite and synthetic felt three parts each: Ø 122 x 6 cm
Courtesy: The DFG. (The DFG is the self-governing organisation for science and research in Germany)

Upcoming – Space is the place:
Openings
on 1st August 2019, 7 pm | Showroom at Kottbusser Straße 10 Exhibitions: 1st August – 15th September, Tue – Sun, 2 – 7pm

EXHIBITION MILCHSTRASSENVERKEHRSORDNUNG (Space is the place)

The aerospace industry outstrips itself with ever new record breaking news, the next step in the evolution of the space age has been made. Specialists agree: the future of humanity is in space.
The exhibition relates critically to the so called „New-Space-Era“ and presents works of 22 german and international artists like paintings, photography, drawings, objects, videos, record covers and sounds.

Further information regarding the supporting programme will follow soon!

Artists:

Guy Allott (GB) / Andreas Ammer, Andreas Gerth, Martin Gretschmann (D) / Song Ming Ang (SGP) / Lucas Foletto Celinski (BR) / Gregor Hil- debrandt (D) / Via Lewandowsky (D) / Bjørn Melhus (D) / Nik Nowak (D) / Johan Österholm (S) / Thomas Ravens (D) / Nik Raicevic alias Nik Pascal (USA) / Gerd Rohling (D) / Igor Sacharow-Ross (RU/D) / Bettina Scholz (D) / Annette Schröter (D) / Sebastian Szary (D) / Jared Theis (USA) / Saverio Tonoli (I) / Brigitte Waldach (D) / Aribert von Ostrowski (D)

The exibition is conceived, curated and realized by: Künstlerhaus Bethanien GmbH
Kohlfurter Str. 41-43
D-10999 Berlin

Der homo duplex zwischen Kognition und Intuition

Die Arbeit von Igor Sacharow-Ross ist durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen geistigen Strömungen entstanden. Mögen Betrachter auf den ersten Blick konfrontiert sein mit klaren Strukturen, für die die Naturwissenschaften einstehen, – die Konfrontation gewährt keine kognitive Sicherheit. Vielmehr demonstriert sie auf anschauliche Weise den Umstand, dass beim Eindringen in die Geheimnisse der Natur keine Gewissheit zu erringen ist; mag das Verlangen nach Evidenz noch so groß sein.

Insofern ist der Werkkomplex überaus lehrreich, was überzogene und darum auch falsche Erwartungen an Wissenschaft resp. Technologie betrifft. Zwar mögen die Instrumente zur Naturbeherrschung immer mächtiger werden, wenn es um die Erfassung des Makrokosmos zu tun ist; selbiges gilt für die Erfassung des Mikrokosmischen. Um die Frage nach unserer ureigenen Existenz zu beantworten, lohnt vielleicht ein langer Blick in das Dunkel der Graphitstrukturen, die wie ein dreifaches Menetekel an der Wand stehen – und was lesen wir darin, welche Inschrift gibt sich zu erkennen? Steht dort etwas über die gerade und dann doch von Gravitätszentren abgelenkte Bahn, die ungeheure Erstreckung zwischen Zeugung und Auflösung im Sternenstaub?

Welche Stellung der Mensch im Kosmos einnimmt, reicht vom Mythos der Lebensverlängerung, über das in Gen-Datenbanken gespeicherte Wissen bis zu Intuitionen, die über das Koordinatensystem der Wissenschaften hinausreichen. Davon spüren Betrachter vielleicht etwas, vom stillen Kometenpfad durch den Äon: Ist es etwas Zellmaterial, ist es der Abgrund der Erkenntnis in unserem Inneren oder sind es vielleicht unabsehbar viele Gesetze, die wir uns erst noch aneignen müssen auf mehr oder minder intuitiven Wegen?

©, Dr. phil. Christian Bauer, Köln 2019.


19.05.2019

The Enclosure, 1977, Gatchina, Graf-Orlow-Roscha (Waldgelände bei Leningrad/St. Petersburg) Weitere Informationen

Igor Sacharow-Ross: Im Gespräch mit Michael Laenger im Deutschlandradio/Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person

Der bildende Künstler Igor Sacharow-Ross zählt zu den Pionieren auf dem Gebiet des interdisziplinären Kunstschaffens. Er verfolgt den grenzüberschreitenden Leitgedanken der Syntopie und sucht die gedachte Trennung der „Welt um uns“ und der „Welt in uns“ zu überwinden.

Deutschlandradio/Zwischentöne

17.04.2019

Ich will nach Amerika, 1975, Lachtinskaja 19, Leningrad / St. Petersburg Weitere Informationen

Auch viele Werke von Joseph Beuys sind in ähnlicher Weise erzählenswert. So entspricht die Performance „I like America and America likes me“, für die Beuys sich 1974 drei Tage lang mit einem wilden Kojoten einsperren ließ, dem Rezept von Alÿs. Noch beängstigender dürfte das Warten auf den Unfall gewesen sein, als Igor Sacharow Ross 1975 bei einer Performance in der Sowjetunion verkündete: „I want to go to America.“
Drei Jahre später wurde er für diese und ähnliche Aktionen ausgewiesen. Heute lebt er in Köln.


Abschnitt aus der FAZ vom 17 April 2019 von Dr. Klaus Speidel. Den gesamten Artikel finden Sie hier.